Eierlikörcreme für kleine Gläser

Cremig · süß · ein bisserl festlich ohne Aufwand

Diese Eierlikörcreme ist ein klassisches Löffel-Dessert für Tage, an denen man etwas Süßes will, aber keinen Kuchen backen mag. Sie lässt sich gut vorbereiten, braucht wenig Zutaten und macht trotzdem was her – egal ob nach dem Sonntagsessen oder für Besuch.

Es gibt Desserts, die müssen nicht laut sein. Die stehen einfach da, in kleinen Gläsern, und jeder weiß: Das wird gut. Eierlikörcreme gehört genau in diese Kategorie. Früher hat man sie gern gemacht, wenn noch Eierlikör im Schrank stand, der nicht nur für Weihnachten gedacht war. Und weil man wusste: Das geht schnell, ist verlässlich und kommt immer an.

Grete hat solche Cremes oft gemacht, wenn Besuch angekündigt war, aber der Tag schon voll genug. Vormittags schnell gerührt, kaltgestellt, fertig. Kein Stress, kein Ofen, kein Zittern, ob was zusammenfällt. Während die Creme im Kühlschrank fest wird, hat man Zeit für anderes – und genau das macht sie so angenehm.

Der Geschmack ist weich und rund. Nicht aufdringlich süß, sondern mild, mit dieser leichten Eierlikörnote, die nach Feiertag schmeckt, ohne einer zu sein. Wichtig ist nur, dass man sich Zeit beim Rühren lässt. Die Creme soll glatt sein, ohne Luftblasen, ohne Hast. Wenn man meint, jetzt reicht’s – dann rührt man noch einen Moment weiter.

Serviert wird sie ganz schlicht. Ein Glas, ein Löffel, vielleicht ein paar Schokospäne oder ein Keks daneben. Mehr braucht’s nicht. Das ist kein Dessert zum Angeben, sondern eines zum Genießen. Still, cremig, zuverlässig.

Eierlikörcreme - kalt gerührt, cremig und gut vorzubereiten

Die Mascarpone wird in eine Schüssel gegeben und glattgerührt, bis sie weich und geschmeidig ist. Dann kommt der Puderzucker zusammen mit dem Vanillezucker dazu. Alles wird ruhig verrührt, nicht hastig, damit keine Klümpchen bleiben.

Der Eierlikör wird langsam untergerührt. Nicht alles auf einmal, sondern in einem dünnen Strahl, während man rührt. Die Masse soll dabei glänzend und glatt werden. Wenn sie noch sehr weich wirkt, ist das richtig – die Festigkeit kommt später.

In einer zweiten Schüssel wird die Sahne steif geschlagen. Sie soll Stand haben, aber nicht körnig sein. Die geschlagene Sahne wird portionsweise unter die Eierlikörmasse gehoben, vorsichtig, mit Geduld. Nicht rühren, sondern unterziehen, bis alles gleichmäßig hell und cremig ist.

Die Creme wird in kleine Gläser gefüllt und mindestens zwei Stunden kaltgestellt. Gut durchgekühlt wird sie fester und bekommt genau die richtige Konsistenz zum Löffeln.

Typische Fehler und wie man sie rettet
  • Wird die Creme zu flüssig, war die Sahne nicht steif genug - dann hilft nur mehr Kühlzeit.
  • Ist sie zu süß, gleicht ein kleiner Schluck zusätzlicher Sahne den Geschmack aus.

Varianten und Tipps
  • Mit geraspelter Zartbitterschokolade bestreut wird sie etwas herber.
  • Ein Löffel Quark macht die Creme leichter und weniger üppig.
  • Ohne Alkohol funktioniert sie mit Vanillesirup, dann fehlt nur die Likörnote.
  • Die Creme hält gut zwei Tage im Kühlschrank und lässt sich ideal vorbereiten.

Gretes Tipp
  • Wenn ihr meint, die Creme ist noch zu weich ab in den Kühlschrank, Geduld ist wichtig.