Hackpfanne mit Kartoffeln und Paprika

Alltagsküche · bodenständig · warm und verlässlich

Diese Hackpfanne ist ein typisches Feierabendessen. Sie braucht keine ausgefallenen Zutaten, keinen besonderen Anlass und keine Aufmerksamkeit über das hinaus, was man ohnehin in der Küche tut. Alles gart in einer Pfanne, der Geschmack entsteht aus Röstaromen, Zeit und einem ruhigen Ablauf.

Es gibt Gerichte, die tauchen immer dann auf, wenn der Tag lang war und die Küche kein Ort für Experimente sein soll. Die Hackpfanne mit Kartoffeln gehört genau in diese Kategorie. Man merkt schon beim Schälen der Kartoffeln, dass hier nichts kompliziert wird. Das Schneidebrett liegt ruhig da, die Pfanne wartet, und während das Fett langsam heiß wird, sortieren sich die Gedanken von selbst.

Kartoffeln sind in solchen Gerichten mehr als nur Beilage. 

Sie tragen das Essen. Wenn sie in der Pfanne liegen und erst einmal in Ruhe bräunen dürfen, entsteht dieser Geruch, der sofort klar macht, dass es heute etwas Ordentliches gibt. Kein hastiges Brutzeln, sondern ein gleichmäßiges Arbeiten, bei dem man hört, wie das Fett leise zischt und die Oberfläche langsam Farbe annimmt.

Hackfleisch kommt später dazu und bringt Würze und Saft. Es verbindet sich mit dem Fett, nimmt die Röstaromen der Kartoffeln auf und sorgt dafür, dass aus einzelnen Zutaten ein zusammenhängendes Gericht wird. Paprika setzt einen Gegenpol. Sie bringt Frische und leichte Süße, ohne das Essen leicht wirken zu lassen. Zwiebeln und Knoblauch arbeiten im Hintergrund, wie so oft, und sorgen dafür, dass alles rund schmeckt.

Dieses Gericht lebt davon, dass man nichts erzwingt. Die Pfanne bleibt auf mittlerer Hitze, man rührt nicht ständig, sondern gibt den Zutaten Zeit. Wenn etwas zu dunkel wird, nimmt man Hitze zurück. Wenn es zu trocken wirkt, hilft ein kleiner Schluck Flüssigkeit. Die Hackpfanne verzeiht viel, solange man sie nicht hetzt.

Solche Essen sind oft die, an die man sich später erinnert. Nicht, weil sie besonders waren, sondern weil sie verlässlich waren. Sie standen auf dem Tisch, haben satt gemacht und den Tag abgeschlossen. Genau dafür ist diese Hackpfanne gedacht. Für Abende, an denen es warm sein soll, unkompliziert und ohne Diskussionen.

Hackpfanne mit Kartoffeln und Paprika - herzhaft gebraten, alles aus einer Pfanne

  • 500 g festkochende Kartoffeln
  • 400 g gemischtes Hackfleisch
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 2 Esslöffel neutrales Öl
  • 100 ml Gemüsebrühe oder Wasser
  • 1 Teelöffel Paprikapulver edelsüß
  • optional etwas Majoran oder Kümmel

In einer großen, schweren Pfanne wird das Öl bei mittlerer Hitze erhitzt. Die Kartoffeln werden geschält, in gleichmäßige Würfel geschnitten und in die Pfanne gegeben. Zunächst lässt man sie in Ruhe, damit sie an den Schnittflächen Farbe bekommen. Erst wenn sie leicht gebräunt sind, werden sie gewendet. Werden sie zu schnell dunkel, ist die Hitze zu hoch und sollte reduziert werden.

Die Zwiebel wird fein gewürfelt, der Knoblauch sehr fein gehackt und zu den Kartoffeln gegeben. Jetzt öfter rühren, damit nichts anbrennt. Sobald die Zwiebeln glasig sind und leicht duften, kommt das Hackfleisch dazu. Es wird locker untergehoben und bei etwas erhöhter Hitze krümelig angebraten. Wichtig ist, dass es brät und nicht im eigenen Saft kocht.

Sind Hackfleisch und Kartoffeln gut verbunden und haben Farbe angenommen, werden die Paprika in Streifen oder Stücke geschnitten und untergemischt. Jetzt wird mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver gewürzt. Ein kleiner Schluck Brühe oder Wasser löst den Bratensatz vom Pfannenboden und sorgt dafür, dass nichts trocken wird.

Die Pfanne wird locker abgedeckt und alles darf bei mittlerer Hitze weitergaren, bis die Kartoffeln weich sind. Sie sollten sich mit der Gabel leicht teilen lassen, aber nicht zerfallen. Zum Schluss wird abgeschmeckt. Fehlt Würze, hilft Salz. Ist die Pfanne zu kräftig geraten, gleicht ein weiterer Schluck Wasser oder Brühe den Geschmack aus.

Typische Fehler und wie man sie rettet

  • Die Kartoffeln bleiben hart – Hitze senken, Flüssigkeit zugeben und ziehen lassen.
  • Das Hackfleisch wird grau – Pfanne war zu voll oder zu kühl, Hitze kurz erhöhen.
  • Alles ist zu trocken – schluckweise Brühe unterrühren.

Varianten und Tipps

  • Ein Teil der Paprika lässt sich durch Zucchini oder Lauch ersetzen.
  • Am nächsten Tag schmeckt die Hackpfanne oft noch runder.
  • Mit einem Klecks saurer Sahne wird das Gericht milder.