Paniertes Hähnchen - würzig aus dem Ofen

Würzig · knusprig · Ofengericht ohne Bratpfanne

Knusprig paniertes Hähnchen aus dem Backofen mit einer feinen Chili-Schärfe, frischer Zitrone und gleichzeitig gegarten Röstkartoffeln. Ein ruhiges Blechgericht für den Alltag, das ohne Pfannenstress auskommt und dennoch kräftig schmeckt.

Der Alltag hat oft wenig Geduld für Bratpfannen. Es sind diese Abende, an denen man etwas Ordentliches essen will, aber nicht danebenstehen möchte. Kein Fett, das spritzt, kein Wenden im richtigen Moment, kein Herd, der Aufmerksamkeit fordert. Genau dafür ist dieses Gericht gedacht. Ein Backofen, zwei Bleche, ein klarer Ablauf.

Paniertes Hähnchen gehört zu den Gerichten, die viele aus der Pfanne kennen. Dort wird es knusprig, ja, aber auch schnell unruhig. Im Ofen dagegen arbeitet alles gleichmäßig. Die Hitze kommt von allen Seiten, die Kruste trocknet langsam aus, wird fest und goldbraun, ohne hart zu werden. Die Chili sitzt nicht außen drauf, sondern ist Teil der Panade. Dadurch verteilt sich die Schärfe ruhig und gleichmäßig, sie beißt nicht, sondern wärmt.

Die Zitrone spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie kommt nicht früh dazu, sondern erst am Ende, wenn alles durch ist. Dann hebt sie das Fett an, macht die Kruste leichter und bringt Frische, ohne den Geschmack zu zerlegen. Es ist dieser Moment, wenn man das Blech aus dem Ofen zieht und der Duft von warmem Hähnchen, gerösteten Kartoffeln und Zitronenschale zusammenkommt. Mehr braucht es nicht.

Die Kartoffeln laufen von Anfang an mit. Sie liegen breit auf dem Blech, bekommen Platz, Hitze und Zeit. Außen rau, innen weich. Kein Wenden alle fünf Minuten, nur einmal zur richtigen Zeit. Wer so kocht, hat die Hände frei und den Kopf auch.

Dieses Gericht ist kein Showessen. Es ist zuverlässig. Es funktioniert für mehrere Personen, lässt sich gut vorbereiten und verzeiht kleine Abweichungen. Genau deshalb passt es in den Alltag.

Paniertes Hähnchen - würzig aus dem Ofen

  • 600 g Hähnchenbrustfiles
  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • edelsüßes Paprikapulver
  • Chilipulver nach gewünschter Schärfe
  • 3 Eier
  • 80 g Weizenmehl
  • 120 g Semmelbrösel
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Bio-Zitrone
  • getrockneter Thymian oder Rosmarin

Die Kartoffeln werden gründlich gewaschen und je nach Größe halbiert oder geviertelt. Sie kommen in eine große Schüssel, werden mit der Hälfte des Olivenöls, Salz, Pfeffer und etwas Thymian oder Rosmarin vermischt und gleichmäßig auf ein großes Backblech verteilt. Wichtig ist, dass sie nicht übereinanderliegen, damit sie rösten und nicht dämpfen.

Die Hähnchenbrustfilets werden trocken getupft und gleichmäßig mit Salz und Pfeffer gewürzt. Für die Panade werden drei Teller vorbereitet. Mehl auf den ersten, die Eier verquirlt auf den zweiten, Semmelbrösel auf den dritten. In die Brösel kommen Paprikapulver und Chili. Die Mischung wird gut vermengt, damit sich die Schärfe gleichmäßig verteilt.

Die Filets werden zuerst im Mehl gewendet, überschüssiges Mehl leicht abgeklopft, dann durch das Ei gezogen und anschließend sorgfältig in den Bröseln gewälzt. Die Panade wird sanft angedrückt, nicht gepresst. Danach legt man das Fleisch auf ein mit Backpapier belegtes oder leicht geöltes zweites Blech.

Der Backofen wird auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizt. Die Kartoffeln kommen auf die untere Schiene, das Hähnchen darüber. Nach etwa zwanzig Minuten werden die Kartoffeln gewendet. Sie sollen an den Kanten rau und gebräunt sein. Das Hähnchen bleibt unberührt, damit die Kruste stabil bleibt.

Nach insgesamt dreißig bis fünfunddreißig Minuten ist das Hähnchen durchgegart. Die Panade ist trocken, goldbraun und knusprig. Die Zitrone wird heiß gewaschen, in Spalten geschnitten und kurz vor dem Servieren über Fleisch und Kartoffeln ausgedrückt. Die Schale darf nur kurz mitziehen, sonst wird sie bitter.

Typische Fehler und wie man sie rettet

Bleibt die Panade blass, hilft ein kurzer Grillmodus.
Wird das Fleisch trocken, war die Hitze zu hoch oder die Zeit zu lang.
Zu starke Schärfe lässt sich mit Zitronensaft oder Joghurt ausgleichen.

Varianten und Tipps

Ein Teil der Panade kann ohne Chili gemischt werden.
Auch grobe Brösel vom Vortagsbrot funktionieren gut.
Reste schmecken kalt im Brötchen oder auf Salat.

Gretes Tipp

Knusprigkeit braucht Platz – lieber zwei Bleche als ein überfülltes.

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