Direkt · klar · Fisch, der am Rost bleibt
Gemischte Fischspieße sind eine gute Lösung, wenn nicht alle das Gleiche wollen, aber alle am Tisch zufrieden sein sollen. Unterschiedliche Sorten, gleiche Behandlung, wenig Aufwand. Dieses Gericht passt zu warmen Abenden, wenn der Grill ohnehin läuft und man keine Lust auf lange Vorbereitung hat, aber trotzdem etwas Ordentliches auflegen will.
Es gibt Abende, da steht kein großer Plan hinter dem Essen. Der Grill ist heiß, das Licht wird weicher, und man merkt, dass niemand mehr lange diskutieren will. Genau dann sind Fischspieße richtig. Sie wirken ein bisschen nach Auswahl, nach Vielfalt, ohne kompliziert zu sein. Jeder sieht, was er bekommt, nichts ist versteckt, nichts fällt auseinander, wenn man sauber arbeitet.Der Trick liegt nicht im Würzen, sondern im Stecken. Fisch braucht Halt.
Wenn unterschiedliche Sorten wild gemischt werden, gart alles ungleichmäßig, einer ist trocken, der andere noch roh. Deshalb werden hier ähnliche Stücke zusammengefasst und gleichmäßig geschnitten. Das ist keine Pedanterie, sondern reine Entspannung am Grill. Wer das einmal ordentlich macht, muss später nichts retten.
Der Geruch ist zurückhaltend. Kein Rauch, der alles überdeckt, sondern dieser klare Duft von heißem Fisch, leichtem Öl und Zitrone. Wenn es leise zischt beim Auflegen, passt die Hitze. Mehr braucht es nicht. Der Fisch soll arbeiten dürfen, nicht erschreckt werden. Wer hier ständig dreht, verliert mehr, als er gewinnt.
Fischspieße sind auch ein gutes Gericht für Leute, die sonst zögern. Kein großes Filet, keine Haut, die kleben bleibt. Einmal sauber gewendet, fertig. Und wenn alle mit einem Spieß in der Hand am Tisch sitzen, merkt man schnell: Das war die richtige Entscheidung für diesen Abend.
Fischspieße gemischt - direkt gegrillt, kurz und kontrolliert
- 600 g Lachsfilet ohne Haut
- 600 g festes weißes Fischfilet, zum Beispiel Kabeljau oder Seelachs
- Salz
- schwarzer Pfeffer
- 3 Esslöffel Olivenöl
- 1 Zitrone
- optional 1 kleine Knoblauchzehe
- optional frische Kräuter wie Thymian oder Petersilie
Die Fischfilets werden trockengetupft und in gleichmäßige Würfel geschnitten, etwa vier Zentimeter Kantenlänge. Lachs kommt auf eigene Spieße, der helle Fisch ebenfalls getrennt. So gart alles gleichmäßig. Die Stücke werden locker gesteckt, nicht gepresst, damit die Hitze zwischen ihnen arbeiten kann.
Der Fisch wird kurz vor dem Grillen mit Olivenöl bestrichen und leicht gesalzen. Pfeffer kommt besser nach dem Grillen, sonst verbrennt er. Der Grill läuft auf direkte, mittlere bis höhere Hitze. Der Rost ist sauber und gut geölt.
Die Spieße werden aufgelegt und erst einmal in Ruhe gelassen. Nach etwa zwei Minuten lassen sie sich von selbst lösen. Dann werden sie einmal gewendet. Mehr braucht es nicht. Der Fisch ist fertig, wenn er beim leichten Drücken nachgibt und sich gerade eben zu schichten beginnt. Zum Schluss kommt ein Spritzer Zitrone darüber, optional etwas fein gehackter Knoblauch oder Kräuter.
Typische Fehler und wie man sie rettet
- Fällt der Fisch auseinander, war er zu früh gewendet oder zu weich geschnitten.
- Ist er trocken, war die Hitze zu niedrig und die Garzeit zu lang.
Varianten und Tipps
- Mit Garnelen ergänzen, aber auf eigene Spieße stecken.
- Für indirektes Grillen die Spieße am Rand nachziehen lassen.
- Reste schmecken kalt gut auf Salat oder im Fladenbrot.
