Alltagstauglich · mild · natürlich süß ohne Zusatz
Dieser Kinderketchup kommt ohne zugesetzten Zucker aus und schmeckt dennoch rund und vertraut. Die milde Süße entsteht allein aus Tomaten, Möhre und Apfel und eignet sich besonders gut für Kinder und empfindliche Esser.Es gibt diese Momente am Tisch, da ist eigentlich alles gut. Die Pommes sind heiß, das Schnitzel liegt auf dem Teller, alle sind da. Und dann greift man zur Ketchupflasche und liest, was drin ist. Mehr Zucker als Tomate. Genau da beginnt dieses Rezept.
Der Gedanke dahinter war nie Verzicht, sondern Entlastung. Ein Ketchup, der schmeckt wie Ketchup, nicht wie ein Ersatzprodukt. Keine Säurespitze, keine Schärfe, keine versteckten Süßungsmittel. Nur das, was ohnehin in der Küche liegt. Tomaten aus der Dose, eine Möhre, ein Stück Apfel. Zutaten, die man kennt und denen man vertraut.In der Familienküche funktioniert dieser Ketchup besonders gut, weil er leise ist. Er drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern begleitet. Kinder tauchen Pommes ein und essen weiter, ohne nachzufragen. Das ist immer ein gutes Zeichen. Der Geschmack ist weich, leicht fruchtig, ohne Zucker, aber auch ohne den erhobenen Zeigefinger.
Der Ketchup lässt sich schnell kochen, hält ein paar Tage im Kühlschrank und passt zu allem, wozu sonst die Flasche auf den Tisch kommt. Und genau dafür ist er gedacht. Für den ganz normalen Alltag.
Kinderketchup ohne Zucker - mild gekocht, fein püriert und alltagstauglich
- 1 Dose stückige Tomaten 400 g
- 1 kleine Möhre
- 1 halber Apfel mild
- 1 kleine Zwiebel oder 1 Esslöffel Zwiebelpulver
- Salz
- Paprikapulver edelsüß
- neutraler Essig oder Apfelessig
- Wasser
Die Möhre und der Apfel werden geschält und sehr fein gewürfelt. Je kleiner die Stücke sind, desto schneller werden sie weich und desto feiner wird später die Konsistenz.
Alle Zutaten kommen zusammen mit den Tomaten in einen kleinen Topf. Ein kleiner Schluck Wasser sorgt dafür, dass nichts ansetzt. Die Masse wird langsam erhitzt, bis sie zu köcheln beginnt, dann bei mittlerer Hitze etwa fünfzehn Minuten sanft gekocht. Wichtig ist, dass die Sauce nur leise arbeitet und nicht sprudelnd kocht.
Sobald Möhre und Apfel weich sind, wird alles fein püriert. Der Ketchup soll glatt sein, ohne Stücke oder Fasern. Ist er zu dick, wird esslöffelweise Wasser untergerührt.
Zum Schluss wird der Essig eingerührt. Er hebt die natürliche Süße, ohne den Ketchup sauer zu machen. Danach noch einmal abschmecken und vollständig abkühlen lassen. Erst kalt zeigt sich der endgültige Geschmack.
Typische Fehler und wie man sie rettet
- Schmeckt der Ketchup zu sauer, hilft ein kleines Stück Apfel, das mitpüriert wird.
- Ist er zu dick, wird er mit etwas Wasser oder Tomatensaft glattgezogen.
- Wirkt er zu tomatig, hilft kurzes Weiterköcheln bei niedriger Hitze.
Varianten und Tipps
- Ohne Apfel funktioniert der Ketchup auch mit etwas Karottenmus aus dem Glas.
- Für sehr kleine Kinder kann die Zwiebel ganz weggelassen werden.
- Der Ketchup hält sich im Schraubglas im Kühlschrank etwa fünf Tage.
