Würzige Blätterteig-Stangerl mit Kümmel

Einfach · herzhaft · für unterwegs gemacht

Diese Blätterteig-Stangerl sind ein klassischer Mitnehmer: außen knusprig, innen saftig, würzig ohne aufdringlich zu sein. Sie lassen sich gut vorbereiten, schmecken warm wie kalt und machen satt, ohne schwer im Magen zu liegen. Ideal für Ausflüge, Jausen, Feiern oder einfach, wenn man was in der Hand haben will.

Blätterteig war früher so ein kleines Wunder. Den hat man nicht ständig gemacht, aber wenn er da war, wurde er sinnvoll eingesetzt. Für Besuch, für Feste, oder eben für solche Sachen, die man einpacken konnte. Diese Stangerl gehören genau in diese Kategorie. Kein großes Aufsehen, aber zuverlässig. Man schiebt sie in den Ofen, und keine zehn Minuten später riecht die ganze Küche nach Butter und Kümmel. Da weiß man: Das wird was.

Grete macht sie gern, wenn viele Leute kommen und keiner genau weiß, wann er Hunger bekommt. Die Stangerl liegen da, man nimmt sich eines, beißt ab, fertig. Kein Teller, kein Besteck, kein Theater. Und sie sind gnädig – sie verzeihen auch, wenn man sie einmal zu lang im Ofen lässt oder nicht ganz gleichmäßig schneidet. Hauptsache, sie bekommen Farbe.

Früher hat man Kümmel nicht diskutiert. Der kam drauf, weil er schmeckt und gut tut. Wer ihn nicht mag, lässt ihn weg oder nimmt was anderes, aber so, wie sie hier sind, gehören sie einfach dazu. Das Salz, der Käse, die Butter aus dem Teig – mehr braucht’s nicht. Das ist kein Rezept zum Angeben, sondern eins zum Verlassen-können.

Würzige Blätterteig-Stangerlknusprig gebacken, unkompliziert und tragbar

  • 1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
  • 1 Ei
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 100 g geriebener Bergkäse oder Emmentaler
  • 1 Esslöffel Kümmel, ganz oder gemahlen
  • optional etwas Paprikapulver oder grobes Salz

Der Blätterteig wird aus dem Kühlschrank genommen und kurz ruhen gelassen, damit er sich gut verarbeiten lässt. Dann wird er auf dem Backpapier ausgerollt. Das Ei wird verquirlt und der Teig damit gleichmäßig bestrichen. Jetzt kommt der Käse darauf, nicht zu dick, aber flächig. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen, alles leicht andrücken.

Der belegte Teig wird der Länge nach in etwa zwei Zentimeter breite Streifen geschnitten. Jeder Streifen wird vorsichtig ein- bis zweimal gedreht, sodass die typische Stangerl-Form entsteht. Nicht zu fest ziehen, sonst wird der Teig dünn und reißt. Die Stangerl werden mit Abstand auf ein Blech gelegt.

Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Ober-/Unterhitze werden sie goldbraun gebacken. Das dauert etwa zwölf bis fünfzehn Minuten. Sie sind richtig, wenn sie Farbe haben und beim Draufklopfen hohl klingen.

Nach dem Backen kurz abkühlen lassen. Warm schmecken sie am buttrigsten, kalt bleiben sie knusprig und würzig.

Typische Fehler und wie man sie rettet

  • Wird der Teig zu dunkel, war der Ofen zu heiß – beim nächsten Blech eine Schiene tiefer gehen.
  • Löst sich der Käse, wurde er zu dick gestreut – einfach wieder andrücken,  kein Problem.
  • Sind sie weich geworden, kurz im Ofen aufbacken, das bringt die Knusprigkeit zurück.

Varianten und Tipps

  • Mit Mohn oder Sesam statt Kümmel werden sie milder.
  • Ein bisschen Senf unter dem Käse macht sie herzhafter.
  • Gut geeignet zum Vorbereiten – gebacken halten sie sich zwei Tage, luftdicht verpackt.
  • Reste lassen sich einfrieren und direkt gefroren aufbacken.

Gretes Tipp

  • Blätterteig will Hitze - wenn man zögert, wird er zäh, also Ofen vorheizen.