Ofenkartoffeln mit Lauch für ruhige Tage

Erdig · warm · verlässlich

Dieses Gericht gehört in den späten Oktober. In die Zeit, in der man den Ofen wieder gern anmacht, aber noch nicht festlich kochen will. Ofenkartoffeln mit Lauch sind kein Ereignis, sondern eine Entscheidung für etwas Bodenständiges, das trägt, ohne zu beschweren.

Kartoffeln haben jetzt Gewicht. Sie sind nicht mehr neu, nicht mehr zart, sondern stabil. Genau das brauchen sie für den Ofen. Sie werden außen trocken, innen weich, und sie nehmen Zeit gut an. Der Lauch bringt Süße und eine milde Schärfe, die nicht auffällt, aber fehlt, wenn sie nicht da ist.

Die Senfbutter ist kein Extra, sondern der Punkt, an dem alles zusammenkommt. Sie wird nicht dominant eingesetzt, sondern nur so, dass sie Wärme gibt. Senf darf hier rund sein, nicht scharf. Butter darf binden, nicht glänzen. Es geht um Tiefe, nicht um Würze.

Dieses Gericht braucht keine Aufmerksamkeit. Es ist vorbereitet, kommt in den Ofen und arbeitet still. Man kann in der Zeit den Tisch decken, abwaschen oder einfach nichts tun. Genau das macht es so alltagstauglich.

Es passt für einen Abend allein genauso wie für mehrere. Man stellt die Form auf den Tisch, schneidet auf, nimmt sich. Niemand muss warten. Und wenn etwas übrig bleibt, ist das kein Nachteil. Am nächsten Tag lassen sich die Kartoffeln gut aufwärmen, der Geschmack ist dann oft noch runder.

Ofenkartoffeln mit Lauch – langsam gebacken, weich und tragend

  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • 2 Stangen Lauch
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 80 g Butter
  • 1 Esslöffel milder Senf
  • optional etwas Schnittlauch zum Schluss

Die Kartoffeln werden gründlich gewaschen und je nach Größe halbiert oder geviertelt. Die Schale bleibt dran, sie schützt im Ofen und gibt Struktur. Der Lauch wird längs halbiert, gründlich gewaschen und in Stücke geschnitten.

Eine große ofenfeste Form wird mit Olivenöl benetzt. Die Kartoffeln kommen hinein, werden gesalzen, gepfeffert und gut gewendet. Der Lauch wird locker darüber verteilt, nicht untergemischt. So kann er weich werden, ohne zu zerfallen.

Die Form kommt in den vorgeheizten Ofen. Die Hitze darf kräftig sein, aber nicht aggressiv. Die Kartoffeln backen langsam, etwa vierzig bis fünfundvierzig Minuten. Zwischendurch wird einmal gewendet, damit alles gleichmäßig Farbe bekommt. Der Lauch soll weich sein, aber nicht trocken.

Währenddessen wird die Butter bei sehr niedriger Hitze geschmolzen. Der Senf wird untergerührt, nicht gekocht. Die Mischung soll glatt sein, nicht schaumig. Gewürzt wird vorsichtig.

Kurz bevor die Kartoffeln fertig sind, wird die Senfbutter über das Gericht gegeben. Die Form kommt noch einmal kurz in den Ofen, gerade so lange, bis sich alles verbindet. Dann wird serviert.

Typische Fehler und wie man sie rettet

  • Bleiben die Kartoffeln hart, brauchen sie Zeit, nicht mehr Hitze.
  • Wird der Lauch bitter, lag er zu nah an der Oberhitze.
  • Schmeckt es flach, fehlt Salz an den Kartoffeln, nicht in der Butter.

Varianten und Tipps

  • Mit etwas Kümmel werden die Kartoffeln herbstlicher.
  • Statt Butter funktioniert auch Öl, dann wird das Gericht leichter.
  • Reste lassen sich gut in der Pfanne aufwärmen.

Ela Tipp

  • Kartoffeln werden nicht besser durch Tempo, sondern durch Geduld.

… schwere Ofenform aus Keramik * …

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