Würstchengulasch ohne Schärfe

Alltagstauglich · mild · Kinderküche ohne Diskussionen

Ein Würstchengulasch ist eines von diesen Gerichten, die man nicht groß ankündigen muss. Das steht plötzlich am Tisch, dampft freundlich vor sich hin, und ehe man sich versieht, sind die Teller leer. Genau deshalb gehört es zur Kinderküche wie der Holzlöffel in die Schublade. Mild, sämig, ein bisschen tomatig, nichts, was zwickt oder beißt. Einfach ein Essen, das mitmacht.

Grete hat Würstchengulasch immer dann gekocht, wenn viele Kinder im Haus waren und die Zeit knapp. Nach dem Spielen, nach dem Schwimmen, nach der Schule. Da braucht man nichts Erklärtes, da braucht man etwas, das satt macht und gut riecht. Würstchen waren leistbar, Paprika hatte man fast immer, und aus ein paar Grundzutaten wurde ein Topf, der für Ruhe gesorgt hat.

Das Schöne an diesem Gericht ist seine Verlässlichkeit. Es nimmt nichts übel. Man kann es vorbereiten, man kann es warmhalten, man kann es wieder aufwärmen. Und es schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch besser, weil alles ein bisschen Zeit hatte, zusammenzufinden. Für Kinder ist es wichtig, dass nichts Überraschendes drin ist. Keine Schärfe, keine harten Stücke, keine komischen Gewürze. Dafür eine Soße, die man gut auftunken kann.

Würstchengulasch ist kein richtiges Gulasch, und das weiß jeder. Aber es tut auch nicht so. Es ist ein eigenes Gericht, ehrlich und unkompliziert. Mit Nudeln, mit Kartoffeln oder einfach mit frischem Brot. Und wenn am Ende noch ein Rest im Topf bleibt, dann freut sich am nächsten Tag jemand drüber. So soll das sein.

Würstchengulasch - mild gekocht, sämig und kindgerecht

6 Paar Wiener Würstchen oder feine Bratwürste

  • 1 große Zwiebel
  • 1 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • Salz
  • milder Paprikapulver edelsüß
  • Butterschmalz oder neutrales Öl
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • optional etwas Sahne oder Milch zum Abrunden
  • optional etwas Speisestärke zum Binden

Die Zwiebel wird fein gewürfelt, die Paprika in kleine Stücke geschnitten. Die Würstchen schneidet man erst später, damit sie saftig bleiben. In einem Topf wird das Fett erhitzt, die Zwiebel darin langsam glasig gezogen. Sie soll weich werden, nicht braun, sonst wird das Ganze bitter.

Das Tomatenmark kommt dazu und wird kurz mitgerührt, bis es leicht dunkler wird und angenehm riecht. Der Zucker wird eingestreut und darf einmal leise karamellisieren. Dann kommt die Paprika dazu, alles wird gut vermischt und mit der Brühe aufgegossen. Jetzt salzt man vorsichtig und gibt Paprikapulver dazu. Nicht zu viel - nachwürzen kann man immer.

Die Soße lässt man bei mittlerer Hitze etwa zehn Minuten leise köcheln, bis die Paprika weich ist. Erst dann schneidet man die Würstchen in Scheiben und legt sie in die Soße. Sie brauchen nur noch fünf Minuten, mehr nicht. Kochen sollen sie nicht, sie sollen sich nur erwärmen.

Zum Schluss wird abgeschmeckt. Ist die Soße zu kräftig, hilft ein kleiner Schuss Sahne oder Milch. Ist sie zu dünn, kann man sie ganz leicht binden. Das Lorbeerblatt wird entfernt, bevor serviert wird.

Typische Fehler und wie man sie rettet

  • Zu starkes Kochen lässt die Würstchen schrumpfen - Hitze reduzieren.
  • Ist die Soße sauer, hilft ein Hauch Zucker oder Sahne.
  • Zu flüssig wird sie mit wenig Stärke wieder sämig.
  • Varianten und Tipps
  • Mit Erbsen oder Mais wird es noch kinderfreundlicher.
  • Statt Brühe geht auch Wasser mit einem kleinen Butterstück.
  • Reste schmecken am nächsten Tag besonders gut zu Nudeln.
  • Für Erwachsene kann man am Tisch etwas scharfes Paprikapulver anbieten.

Gretes Tipp

  • Die Würstchen kommen immer zum Schluss in den Topf - sonst werden sie zäh.

... Schmortopf aus Gusseisen * ...

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